Clickbait-Posen auf LinkedIn

Möchtest du das Engagement mit deinen Beiträgen und die Anzahl an Verbindungen auf LinkedIn erhöhen? Verzweifle nicht, denn hier ist ein todsicherer Weg, um mit Clickbait eine erfolgreiche LinkedIn Top Voice zu werden!

Mehr dazu auch auf Püppchenposts für substanzlose Sichtbarkeit.

Wenn du eine Frau auf LinkedIn bist:

Poste einfach ein Bild von dir, indem du diese Poser-Typen einnimmst. Du hast keinen Inhalt oder nichts zu sagen? Keine Sorge, das ist nicht schlimm. Schreibe einfach über irgendwas Belangloses, was dir eben so in den Sinn kommt. Männer auf LinkedIn werden sich auf jeden Fall mit dem Beitrag und dir beschäftigen.

Frage dich auch nicht, ob solche Beiträge dein berufliches Fortkommen fördern werden. Tun sie natürlich nicht, und wen kümmert es schon? Was auf Instagram, Tik Tok oder Facebook funktioniert hat, klappt sicher auch auf der Karriereplattform LinkedIn, nicht wahr? Ein Kunde, Recruiter oder ein Vorgesetzter werden nie auf LinkedIn nach deinem beruflichen Lebenslauf suchen und damit ohnehin nie auf deine substanzlosen Posts aufmerksam werden. Also: mach weiter so!

Wenn du ein Mann auf LinkedIn bist:

Viel Glück!

Mehr dazu, warum solche inhaltslosen Selfie-Posts auf der Karriereplattform LinkedIn so nervig sind: Püppchenposts für substanzlose Sichtbarkeit

UPDATE

Den Vogel mit dem unpassendsten Clickbait-Selfie auf der Karriere-Plattform LinkedIn abgeschossen haben übrigens diese beiden Bikini-Poser:

P.S.

Wie habe ich all diese Frauen in meine Timeline bekommen? Weil wir Männer dumm sind und auf visuelle Anhaltspunkte reagieren. Sobald die Männer in meinen Verbindungen diese Clickbait-Posts liken oder kommentieren, werden sie in meinen Feed gespült. So viel zu modernen Männern…

Hier auch noch ein Text über diese „Substanzlose Sichtbarkeit

19 Gedanken zu “Clickbait-Posen auf LinkedIn

  1. Sehr gut gesprochen!!! Ich bin inzwischen auch so weit, dass ich fast nur noch mit Sarkasmus auf solche Clickbait Beiträge reagiere!
    Einer Plattform wie LinkedIn kann so etwas nur in erheblichem Maße schaden und ich appelliere ofen an Microsoft, dass man solche Beiträge, die überhaupt keinen Bezug zu einem Business Thema haben, besonders kennzeichnen oder gleich aussortieren sollte. Und wer mehrfach durch sollten Content auffällt, der sollte von LinkedIn ausgeschlossen werden.
    Ich bezahle für meine Premium Mitgleidschaft und dann möchte ich auch – ungestört – meinen Business Interessen auf LinkedIn folgen können!

    1. Konrad, stell dir vor: Du zahlst Premium und bekommst… Frauenkörper in deinem Feed. 😱
      Fast so, als wäre LinkedIn ein soziales Netzwerk mit Menschen statt einer Excel-Tabelle. Wenn Sarkasmus schon deine „Strategie“ ist – maybe einfach scrollen statt nach Microsoft-Daddy zu rufen. 🤷🏼‍♀️😂 Hot Take: Wer LinkedIn „unverfälscht“ will, sollte das Faxgerät reaktivieren.

  2. Leider spült es mir jetzt jedes Mal, wenn du diesen Artikel auf ein solches Bild kommentierst, das blöde Bild ebenfalls in den Feed. Man kann diesen Kampf nicht gewinnen.

    1. Ah yes, der eigentliche Skandal: Dass der Algorithmus dir ein Bild in den Feed spült. 😱 Nicht etwa, dass Frauen seit Jahrzehnten auf ihre Körper reduziert werden – nein, dein Scroll-Komfort ist in Gefahr. Man kann diesen Kampf schon gewinnen: Einfach weiter scrollen. 🖐🏻😂 Weiterer Hot Take: oben rechts im Beitrag gibt es drei Punkte, klickst du darauf, hast du immer die Wahl „nicht interessiert“ zu klicken. 🤭 (Aber auch immer schön daran denken: Sich für Ignoranz zu entscheiden, ist auch ein Privileg).

      1. „Jemand teilt Beiträge von Jordan Peterson, die in Deine Timeline kommen? Scroll einfach weiter, was regst Du Dich auf?“

        Genauso könnte ich auch argumentieren.

      2. Mario zu deinem Kommentar, auf den ich leider nicht direkt antworten kann – deswegen antworte ich einfach mal auf meinen 🙃:

        Zuallererst: Ich habe mich nicht über die Beiträge in meinem Feed beschwert. In meiner beruflichen Position und Stellung ist es wichtig, mich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen.

        Fun Fact: Auch mit Jordan Peterson habe ich mich auseinandergesetzt – und würde mir ein Beitrag von ihm in meinen Feed gespült, würde ich da wie eine Researcherin rangehen:
        👉 Warum sehe ich den Beitrag?
        👉 Wer teilt ihn, in welchem Kontext?
        👉 Kann ich daraus etwas mitnehmen?
        👉 Und was ist meine eigene Meinung dazu?

        Egal ob Forschung oder Marketing: Es ist essenziell, nicht nur innerhalb der eigenen Bubble zu bleiben, sondern sich ein umfassendes Bild zu verschaffen, zu debattieren und sich Meinungen zu bilden. Ich persönlich mag es nicht, in meiner Komfortzone zu verharren – ich suche lieber den Austausch, statt sofort beleidigt oder „mimimi-wütend“ zu reagieren.

        Und ja: Ich habe auch „The 12 Rules for Life“ gelesen – nicht, weil ich Peterson-Fangirl wäre, sondern um mitreden und meine Perspektive einbringen zu können, selbst wenn ich mit seinen Fanboys am Tisch sitze. The wonders of being a smart woman.

        Oder, um es mit Peterson selbst zu sagen: „Always assume that the person you are listening to might know something you don’t.“
        Genau deshalb lese ich, diskutiere ich – und bilde mir dann meine Meinung.

  3. Guter Artikel. Allgemein ist die Enshittification von LinkedIn Richtung Instagram/Facebook sehr weit forgeschritten. Kluge Köpfe sagen, X könnte die wahre Business Platform werden.

    1. „Kluge Köpfe“ sagen also, X sei die Zukunft der Business Plattform? 😂 Die gleichen „klugen Köpfe“, die auch denken, Jordan Peterson sei ein Visionär und Hustle-Culture ein Lebensmotto? Reality-Check: Auf X gibt’s weniger Business, mehr Manosphere. Willkommen im Fitnessstudio der gekränkten Egos. 🏋🏼‍♂️💀

  4. Naja das ist ja ein strukturelles Problem, wenn der LinkedIn Algorithmus Bilder mit Selfies bevorzugt was Reichweite angeht.
    Sehe definitiv ebenfalls genug Männer in Clickbait bzw Power Posen, ist das für Männer ok aber für Frauen nicht?
    Freue mich über einen Clickbait Post was Männer Verhalten angeht, für die Fairness hier.

    1. Männer posten die auch, aber die kommen mir viel weniger unter als die von Frauen. Ich sehe ein Verhältnis von 1:5 bis 1:10.

      1. Mario, genau das ist der Punkt: WEIL männliche Körper nicht sexualisiert werden. 🤷🏼‍♀️ Ein Mann im Muskelshirt = „Sportlich, ehrgeizig, diszipliniert“. Eine Frau im Crop Top = „Clickbait, Pretty Girl, unprofessionell“.

        Nicht die Fotos sind das Problem – sondern die Brille, durch die sie gelesen werden.

        Empfehlung „Male Gaze“ googlen 🤭

  5. Hallo, Clickbait-Frau meldet sich 👋🏻

    Fun Fact: Dass Frauen mit angeblich „substanzlosen“ Inhalten mehr Klicks kriegen als du, liegt nicht daran, dass Frauen nichts zu sagen hätten – sondern daran, dass du unsere Körper sexualisierst, während wir einfach posten. 🤷🏼‍♀️

    Das Problem ist nicht der Crop Top, das Kleid oder das Bikini-Foto. Das Problem ist der Male Gaze, der daraus „Clickbait“ macht. Willkommen im Jahr 2025, wo Frauen immer noch zwischen Slutshaming („zu viel Haut“) und Prüde-Shaming („warum versteckst du dich, Mäuschen?“) zerrieben werden – während Männer (vorausgesetzt: weiß, hetero, privilegiert, etc.) einfach Mensch und Körper sein dürfen.

    Und wenn du dich fragst, warum Frauen mit Haut Reichweite bekommen und Männer nicht: Vielleicht, weil der männliche Körper nie in gleichem Maße sexualisiert und zur „Fuckability-Skala“ erklärt wurde. Seit ich denken kann, wird mein Körper bewertet – an Normen, die ich mir nicht ausgesucht habe.

    Also: Wenn dir die Fotos nicht gefallen → lies die Texte, beschwer dich beim Algorithmus (Spoiler: auch von Männern programmiert = Bias) oder pack selbst den Pedro-Pascal-Bizeps aus. 💪🏼
    Aber hör auf, Frauen für Strukturen verantwortlich zu machen, die sie weder erfunden noch gewollt haben.

    LOL LOL LOL.

    1. Du hast mit dem „male gaze“ duchaus recht. Doch was ich kritisiere ist nicht das gelegentliche Selfie mit inhaltsvollen Texten. Wenn Du Dir die Timelines ansiehst, dann siehst du nur Selfies in irgendwelchen Posen, die kontextlos zum Textinhalt des Posts steht. Zusätzlich sind die meisten dieser Texte absolut belanglos.

      ich habe nicht generell etwas gegen solche Posts, es ist eher die Frage nach dem Ort. Instagram, Tik Tok, Facebook? Bitte gerne. LinkedIn, wo frau/man berufliche Qualitifkationen, Erfahrungen und Einsichten präsentiert und die Plattform nutzt, um sich beruflich weiterzubringen? Eher nicht…

      1. Mario, genau da liegt für mich der Knackpunkt: Kompetenz und berufliche Qualifikation haben nichts mit dem Outfit zu tun.
        Ich habe z. B. neulich ein Bild im Perioden-Badeanzug von The Female Company gepostet, weil Menstruation im Work-Kontext eben ein relevantes Thema ist. Dass das dann für manche wie „Clickbait“ wirkt, zeigt nur, wie sehr wir Bilder immer noch durch den Male Gaze filtern.

        Spannend dazu auch mein eigener Beitrag zum Thema „Dress for the Job you want“: https://lmy.de/Pdumc – Darin erkläre ich, warum „Professionalität“ oft nur Klassismus in Form eines Blazers oder Pencil Skirts ist – Kleidung ist Statussignal, kein Kompetenzsignal.

        Und Christopher Korth hat es in seinem Beitrag sehr treffend formuliert: Tanktop-Männer sind „locker“, Crop-Top-Frauen sind „unprofessionell“. Gleiche Plattform, gleiche Pose, völlig andere Bewertung: https://lmy.de/GyQTX

        Wir leben im Jahr 2025 – dass Frauen sich zeigen, auch mit Selfies, auch mit Haut, ist nie „belanglos“. Es ist politisch. Denn solange Männer einfach Menschen sein dürfen, während Frauen ständig auf der Kompetenz- + Fuckability-Skala gemessen werden, ist jeder Post ein Statement.

        Übrigens: In der Kategorie „Sexy Pose“ im Blog taucht auch meine Freundin Martha auf – die hat noch nie einen belanglosen Beitrag geschrieben, sondern nutzt ihre Reichweite konsequent für gesellschaftlich relevante Themen wie Neurodivergenz. Hier ihr Beitrag zum „Sexy Pose“-Bild: https://lmy.de/IKBJE – Falls du nochmal nachlesen willst.
        .

        Wenn dich Selfies in deinem Feed nerven: herzlichen Glückwunsch, du trainierst gerade deinen Algorithmus selbst. Oder du nutzt die Chance, dich mit Themen auseinanderzusetzen, die Frauenkörper eben nicht ausblenden. 😉

      2. Aber genau das kritisiere ich nicht. Da passen Inhalt und Bild zusammen.

        Tatsächlich sehe ich dann bei einigen der Profile, wie hunderte Leute auf inhaltslosen aber hübsch beselfieten Posts interagieren, aber wenn dieselbe Person dann einen wirklich wichtigen Post absetzt und ohne ihr eigenes Bild zu verwenden, dann ist da null Interaktion.

        Mit anderen Worten: diese Poster bauen hier substanzlose Sichtbarkeit auf. Sie kriegen Leute in ihr Netzwerk und Sichtbarkeit zu Leuten, die nicht an ihren Qualifikationen und Inhalten interessiert sind.

        Auch verstehe ich nicht, dass Frauen so lange um Anerkennung gekämpft haben, dass sie auch beruflich ernst genommen und ihre Qualifikationen anerkannt werden (und immer noch darum kämpfen müssen), aber dann verlassen sie sich erst wieder auf ihr Äußeres? Das ist ein Rückschritt…

      3. Und zum Post Deiner Freundin Martha: der Textinhalt ist schon OK, aber, jetzt mal ehrlich, wie passt das Bild dazu?

        Frage 1: Warum ein Selfie? (kann man wohl gut begründen)
        Frage 2: Wenn schon Selfie, warum dann ein solches? (kann man wohl auch begründen: da will jemand Aufmerksamkeit auf Teufel komm raus erwirken)

        Wie gesagt: Insta/TikTok/Fb: klar, go ahead. LinkedIn?

      4. Mario, kurze Nachfrage: Hast du meinen Kommentar wirklich gelesen? 😉 Denn genau darum geht’s: Kontext wird unterschiedlich bewertet, je nachdem, ob er von Männern oder Frauen kommt.

        Und ganz ehrlich: Wenn deine Kritik „Bild passt nicht zum Text“ lautet – schau dir mal deinen eigenen LinkedIn-Auftritt an. Ich war überrascht, dass ein Mann mit PhD bei seinen Posts auf KI-generierte Bilder und Thumbnails setzt, die aussehen wie von MrBeast. Vielleicht passt da der Beitrag auch nicht immer zum Bild. Schön und gut – aber was Martha verstanden hat: Wie der Algorithmus funktioniert. Und das ist ein technischer Skill.

        Diesen Skill nutzen Frauen genauso wie Männer – nur, dass es bei Männern „Growth Hacking“ heißt und bei Frauen „Clickbait“. Spoiler: es ist derselbe Mechanismus.

        Und weißt du was? Genau damit habe ich als „Clickbait-Frau“ Reichweite und Personal Brands aufgebaut – und bin heute Director Creative Strategy. Das ist kein Zufall, sondern Handwerk.

        Aber keine Sorge – wenn du willst, biete ich dir gerne eine Analyse deiner LinkedIn-Performance an. Oder einen kleinen LinkedIn-Basics-Kurs. Gibt’s sogar Bücher und Kurse von Frauen, die mit Selfies unheimliche Reichweite und ein Business aufgebaut haben – und die das auf LinkedIn ziemlich erfolgreich erklären.

        Hot Take zum Schluss: Kompetenz zeigt sich nicht daran, ob du ein Selfie oder ein Stockfoto postest – sondern ob du weißt, wie Reichweite entsteht und wie du sie nutzt.

      5. Wenn ich zu KI schreibe, dann sollten KI-generierte Bilder doch wohl OK sein, oder etwa nicht? Oder schlägst Du vor, dass ich Selfies mache, wo ich mich bspw.. viel nackte Haut zeigend in Geld suhle?
        Übrigens: wie viele davon findest Du auf meinen mehreren Themenbereichen und Domänen? Du hast vermutlich gesehen, dass ich seit bis zu 18 Jahren 6 Domänen bespiele, dann siehst Du da ein paar, aber alle zusammen repräsentieren <1% an KI-generierten Bildern. Warum aber sind KI-generierte Bilder Deiner Meinung nach verpönt, zusammenhanglose Selfies aber dann OK? Ich kann Deiner Argumentation nicht folgen.

        Gratulation (ich meine das ernst), dass es bei Dir geklappt hat. Wohl aber nicht nur wegen der Selfies, sondern weil Du wirklich Inhalte und Qualifikationen hattest.

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