Genesis 1:3 – „Es werde Licht!“

Die Schöpfung der Welt ist etwas verzwickt. Laut dem Alten Testament im 1. Buch Mose, Genesis 1:1, auf das sich Juden und Christen berufen, schuf Gott zuerst Himmel und Erde. Im Dunkeln. Erst dann kam Ihr der Gedanke, Licht zu machen. Kein Wunder, dass die Erde „wüst und wirr“ war, wie in Genesis 1:2 berichtet. Doch zu wem sagte Sie den in Genesis 1:3 beschriebenen Satz? Was damals nämlich göttlich geklungen haben muss, hat heutzutage diese Zauberkraft verloren. Ich kann das Geheimnis verraten:

Als Gott sprach: „…es werde Licht„, sagte Sie das eigentlich nur zu Alexa.

Klar, als Sie das Licht sah, fand Sie es gut, aber darüber noch lange nachzudenken und jedes Mal Erstaunen zu zeigen, scheint doch etwas übertrieben. Dass wir Licht und Finsternis nicht mehr etwas überzogen in Tag und Nacht teilen müssen, wie Gott das in Genesis 1:5 beschrieben tat, ist auch klar. Wir nennen es heute einfach nur „Licht“, und das kann auch in der Nacht scheinen, Edison sei dank! Wie ja überhaupt die Sonne über einige Milliarden von Jahre ununterbrochen scheint und gar kein Tag und Nacht kennt, sondern die Finsternis durch die Erdrotation um die Sonne diejenigen betrifft, die sich kurzzeitig auf der von der Sonne abgewandten Seite wiederfinden.

Dass ich den Satz „Es werde Licht!“ auch Google Home oder Siri und anderen Geräten sagen kann, und es ebenso Licht wird, zeigt einfach nur, dass Gott und Mensch heute Optionen haben. Während Licht machen zu einer Commodity wurde, wünschte ich mir heute, dass uns Erleuchtung im ebensolchen Überfluss gegeben sein würde. Stattdessen scheint aktuell wieder die geistige Finsternis Überhand zu gewinnen.

Damit der Satz „Und es werde Erleuchtung!“ zu einem solchen Ergebnis führt, dazu müssen wir noch auf die richtigen Gehirnimplantate warten. Davon erwähnt die Bibel allerdings nichts, das müssen wir schon selbst schaffen. Wie auch eine neue Bibel mit einem Bericht über die von Menschen geschaffenen Genesis.

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