Die US-Regierung veröffentliche gestern ein Dokument in dem der Import von ausländischen humanoiden und vierbeinigen Robotern eingeschränkt oder vollständig verboten werden. Das von der Kommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC) vorgelegte Dokument hat den schon bisher regulierten Geräten neben den beiden Robotertypen noch Wechselrichter als weiter Kategorien hinzugefügt. Dieses Verbot gilt für neue Geräte.
Heute hat die Federal Communications Commission ihre Liste der erfassten Geräte um zwei neue Gerätekategorien erweitert – „fortschrittliche Robotergeräte“ (definiert als mobile Roboter, wie beispielsweise Humanoide und Vierbeiner) sowie, separat davon, vernetzte Wechselrichter, die im Ausland hergestellt werden.
Hintergrund für dieses Verbot ist die Feststellung, dass diese im Ausland hergestellten Produkte, unabhängig von ihrer Herkunftsnationalität, „inakzeptable Risiken für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten oder die Sicherheit und den Schutz von US-Bürgern darstellen“. Sowohl die Roboter als auch die vernetzten Wechselrichter können über das Internet mit dem Hersteller kommunizieren und aus der Ferne kontrolliert werden.
Einerseits will die US-Regierung damit Risiken zu Disruption, Datendiebstahl und Cyberattacken verringern, wie auch Firmen zum Kauf dieser Geräten von heimischen Herstellern motivieren. In den USA sind aktuell mehr als 50 Hersteller von humanoiden Robotern aktiv, in China über 100 (siehe diese Liste). Die Aufnahme der Gerätetypen in diese Regulierung richtet sich ganz klar gegen China, auch wenn die Formulierung „im Ausland hergestellt“ auf alle Länder anwendbar sein kann.

Auch erlaubt FCC vorbehaltliche Ausnahmegenehmigungen, die nach einem Antrag und Prüfung vergeben werden können.
Während amerikanische Roboterhersteller diese Maßnahme begrüßen, melden US-Forscher und US-Unternehmen bedenken an. Bislang werden von letzteren vor allem chinesische Roboter eingesetzt, da diese bereits liefer- und leistbar sind. Amerikanische Roboterhersteller wiederum erhoffen sich Wettbewerbsvorteile, da sie vor den Dumpingpreise chinesischer Hersteller, unterstützt durch Subventionen der chinesischen Regierung, geschützt werden.
Während die chinesische Botschaft in den USA diese aufforderte, den objektiven und rationalen Stimmen der Wirtschaftskreise beider Länder Gehör zu schenken und die Verleumdung chinesischer Unternehmen einzustellen und ihnen nicht länger mit Sanktionen zu drohen, überlegt China, welche Schritte das Land als Gegenmaßnahme tätigen soll. Vor allem betroffen von diesen Sanktionen wäre der chinesische Hersteller Unitree, dessen G1-Humanoide und Quadruped die in den USA meistverkauften Roboter sind.
Die Bedenken der amerikanischen Regierung sind nicht unbegründet. Sowohl der G1-Humanoide wie auch der G2-Robodog sandten Daten an Unitree und hatten Hintertürchen eingebaut, wie die Cybersecurity-Firma Alias Robotics herausfand.
Noch unbestätigt sind die Gerüchte, dass aus denselben Gründen auch chinesische KI-Modelle in dieses Verbot mitaufgenommen werden sollen.
