Das war mein Lesepensum in den letzten drei Wochen, während ich in Europa unterwegs war. Ich habe all diese über zwanzig französischen Comics – ich sammel seit Jahren ganz gezielt – und ein Dutzend Sachbücher und Belletristik gelesen. Die meisten davon habe ich während meines Aufenthalts in Europa gekauft, was die vielen französisch- und deutschsprachigen Bücher erklärt. Die englischsprachigen Bücher habe ich mitgebracht, um sie auf dem Hinflug zu lesen, die anderen bringe ich dann bei meinem Rückflug mit in die USA.

Und die Bücher in der Abbildung stellen nur die Hälfte der Bücher dar, die ich mit mir führe, denn ich habe noch einen schönen Vorrat an ungelesenen Büchern und Comics. Ich muss nämlich ein kleines Geheimnis verraten: ich leide unter der Phobie, dass mir unterwegs die Bücher ausgehen. Ein furchtbarer Zustand!
Und ja, ich lese die Bücher und Comics tatsächlich auf gedrucktem Papier und nehme die Mühe auf mich, mit mehr als 20 Kilogramm extra Gepäck unterwegs zu sein. Bei Comics ist es klar: diese Kunst ist besser gedruckt auf Papier zu genießen. Und ein kleiner Nebenaspekt: ein französischer Comic auf dem iPad kommt schon mal von Apple zensuriert daher. Da fehlt schon gern ein Bild, weil darin ein blanker Busen zu sehen war.
Bei Büchern wiederum habe ich für mich gemerkt, dass ich mir mehr vom Text merke, wenn ich ihn auf Papier lese und nicht digital. Es gibt einige Studien dazu, die das teilweise bestätigen. Bücher für mich sind auch Einrichtungs- und Arbeitsgegenstände. Ich liebe es, meine Bibliothek zu betrachten und von meinen Büchern umgeben zu sein. Es hat etwas Beruhigendes und Inspirierendes.
Als Autor und Kaffeehausliterat muss ich mindestens so viel lesen, wie ich schreibe. So wie Musiker viele Konzerte besuchen, Maler in Museen und Galerien gehen, Schauspieler viele Filme sehen und Videospielprogrammierer Videospiele spielen. Man lernt von seinesgleichen und holt sich seine Inspiration. Mein jährliches Pensum habe ich schon mehrmals beschrieben, unter anderem für 2019, 2020, 2021 und 2022 hier. Insofern ist das hier abgebildete Lesepensum im Durchschnitt um das über das Jahr hinweg zu erreichen
Je mehr man liest, desto besser und rascher kann man es auch. Die Lesegeschwindigkeit erhöht sich automatisch, man hat eben einfach mehr Übung. Und solch ein Lesepensum beeinflusst auch wie ich Bücher schreibe. Vor allem aus den Sachbüchern erhalte ich Daten und Fakten und viele Anreize.
Trotzdem verstehe ich, dass mancheiner und mancheine ertaunt ist über meinen Konsum an Geschriebenen, den zu den Büchern und Comics kommen selbstverständlich jede Menge an Online-Posts und Blogs hinzu, mit denen ich mich auf dem Laufenden halte und informiere. Wie aber schaffe ich so ein Pensum?
- Wenn man viel liest, wird man auch ein schnellerer Leser;
- Ich habe immer ein Buch dabei, wenn ich unterwegs bin und lese bei jeder Gelegenheit;
- Ich nehme den Zug oder öffentliche Verkehrsmittel, anstatt ein Auto zu mieten, was Lesen erlaubt;
- Ich vermeide es, für mich sinnlose Tik Tok oder Insta-Videos zu schauen und damit Zeit zu verschwenden;
- Ich schaue kein Fernsehen (es sei denn, es gibt eine Fußballmeisterschaft);
Wie hältst du dich auf dem Laufenden und konsumierst Information?

Hallo Mario,
jetzt erst lese ich Deinen Blog aufmerksam, das erklärt viele Unklarheiten..
Ich bin mit 14 an wirtschaftszeitschriften gekommen, da österreichische Gymnasialbildung meine Interessen sehr weit setzte, waren bis vor Jahren Bibliotheken meine Quelle. Jetzt Internet..
Bis demnächst auf fb!
Ich freue mich auf den weiteren Austausch! Dein Jürgen