KI-Roboter als Haushaltshilfe

Der verzweifelte Ausruf der polnisch-irischen Autorin und Künstlerin Joanna Maciejewska sprach das aus, was viele sich angesichts der Fähigkeiten von generativer KI wie ChatGPT dachten:

Wissen Sie, was das größte Problem beim Vorantreiben der KI ist? Die falsche Richtung.
Ich möchte, dass die KI meine Wäsche und meinen Abwasch erledigt, damit ich Kunst machen und schreiben kann, und nicht, dass die KI meine Kunst und mein Schreiben erledigt, damit ich meine Wäsche und meinen Abwasch machen kann.

Maciejewskas Appell blieb nicht unerhört, denn eine Reihe von Startups bemüht sich um genau diese Aufgabe: wie können KI-gesteuerte Roboter den Abwasch erledigen und Wäsche waschen und zusammenlegen?

Physical Intelligence

Das in San Francisco beheimatete Startup Physical Intelligence stellte vor ein paar Wochen seinen Roboter π0 (pi-zero) vor, der genau das tut: Geschirr wegräumen, Wäsche waschen und zusammenlegen.

Dank $400 Millionen Investitionen von OpenAI, Jeff Bezos und mehreren Risikokapitalfirmen aus dem Silicon Valley, die das Unternehmen nun mit $2 Milliarden bewerten, wollen die Gründer ein allgemeines KI-Model für Robotikaufgaben schaffen, die ein hohes Maß an Koordination und Geschicklichkeit erfordern.

OpenAI

Auch OpenAI arbeitet an der Integration von Maschinenlernen und generativer KI mit Roboter, berichtet das Wired-Magazin. So hat das Unternehmen die bisherige Cheftechnologin der Augmented Reality-Headsets bei Meta, Caitlin Kalinowski, eingestellt und will damit das erst 2020 aufgelöste Robotikteam wieder neu aufstellen.

Figure AI

Das in Sunnyvale beheimatete Startup zeigte schon vor einigen Monaten, was deren Roboter Figure 01 mit ChatGPT-Integration alles vollführen kann. Müll wegräumen, Geschirr in ein Gestell einräumen. Das jüngste Video demonstriert, wie es in einer BMW-Fabrik Autoteile zusammensetzt.

Das Unternehmen sammelte erst im Februar 2024 $675 Millionen an Risikokapital ein.

Skild AI

Skild AI in San Francisco, Pittsburgh und Bengaluru holte soeben $300 Millionen an Risikokapital ein, um ein „Allzweckrobotergehirn“ zu entwickeln.

Astribot

Mir als Wiener gefällt speziell das von Astribot veröffentlichte Video eines Roboters, der einen Kaffee zubereitet. Astribot verwendet dabei das von Physical Intelligence rainierte Flowmatching Model.

Zusammenfassung

Der verzweifelte Aufschrei von Joanna Maciejewska wurde erhört. Sie wird sich sehr wohl auf ihre Kunst und Kreativität konzentrieren können, während Roboter mit einem KI-Gehirn die Haushaltsaufgaben erledigen. Zuerst müssen die Roboter noch ihre Kinderkrankheiten ausmerzen. So hat π0 beim Einräumen von Eiern in eine Eierschachtel versucht, mehr Eier reinzustecken und die Schachtel dann zuzumachen. Hier das Video zu einem erfolgreichen Versuch…

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