Der Silicon-Valley-Kanzler

Erst ein paar Stunden im Amt als österreichischer Bundeskanzler ging Christian Kern in seiner Regierungserklärung auf das Programm und seine Ziele ein. Sehr erfreulich war dabei, dass er in seiner Vision das Silicon Valley und den Apple-Gründer Steve Jobs erwähnte.

Ende März besuchte er – damals noch als ÖBB-Chef – gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen eine Woche lang das Silicon Valley um Inspiration und Ideen zu erhalten. Gekommen war er mit dem Wissen, dass die ÖBB gut dastanden, und sie gute Schritte gesetzt hatten. Doch es schwante ihm, dass diese Schritte in Zukunft wohl nicht ausreichen würden und sie größere nehmen müssten. Nun ja, das Endergebnis war, dass sie zur Überzeugung kamen sogar noch größere Schritte zu machen und noch schneller gehen sollten. Diesen Eindruck hatten sie bereits nach der ersten Hälfte des Besuchs erhalten, als ich mich mit ihnen beim Abendessen im Roka Akor in San Francisco traf.

Und dazu muss ich offenlegen, dass ich ein Eisenbahnerkind bin und vermutlich mehr Eisenbahn im Blut habe, als der gesamte Vorstand. Mein Vater verbrachte 40 Jahre bei den ÖBB, und sowohl Groß- als auch Urgroßvater waren schon bei der Bahn.

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Drohnenflug über die neue Apple-Zentrale [VIDEO]

Mittlerweile im Monatsrhythmus gibt es ein neues Video mit einem Drohnenflug über das im Bau befindliche neue Hauptquartier von Apple in Cupertino in Kalifornien. Die Dimensionen sind beachtlich, ebenso der getriebene Aufwand. Die längsten gebogenen Glasscheiben der Welt stammen aus Deutschland. Die Inneneinrichtung -genauer die Tische – kommen vom niederländischen Unternehmen Arco. Selbst die Türknöpfe folgen Apples Hang zum Detail.

Der Fokus auf den Bau der neuen Apple-Zentral sowie die Entwicklung des iCar im Gerüchte umwobenen Apple Projekt Titan sind vermutlich auch ein Grund, warum Apple mit neuen Gehirn erweichenden Produkten in letzter Zeit etwas zurück hielt. In der Zwischenzeit können wir uns aber das Drohnenvideo ansehen, dass den Baufortschritt und die beeindruckenden Dimensionen ziemlich gut zeigt.

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Was wir von Googles Alphabet-Firmenstruktur lernen können

Vor ein paar Wochen übernahm Google kurzfristig Apple als das wertvollste Unternehmen. Wie gelang Google das? War ein neues Produkt herausgekommen? Hatte Apple einen drastischen Fauxpas begangen? Die Antwort ist etwas komplexer und dazu müssen ausholen und die Hintergründe für die Googles neue Firmenstruktur betrachten.

Im vergangenen August überraschte Google mit der Ankündigung das Unternehmen weiträumig umzustrukturieren. Eine Holding namens Alphabet unter der Leitung von Larry Page wurde geschaffen, unter der Google eine von mittlerweile elf Einheiten ist. Neben Google (mit neuem CEO) zählen dazu unter anderem: „Was wir von Googles Alphabet-Firmenstruktur lernen können“ weiterlesen

Deutsche Leadership-Angst, Technologieverliebtheit und fehlendes Benchmarking

Welche Hauptunterschiede sieht Dirk Kanngießer, Geschäftsführer des German Accelerators hinsichtlich der Erwartungen und der Mentalität zwischen deutschen Unternehmen und dem Silicon Valley? Im zweiten Teil eines längeren Gesprächs äußert er sich über Start-ups, den Mittelstand und die zukünftige Entwicklung.

Start­ups

Start-up-Gründer haben nach Dirks Meinung in Deutschland zu wenig Möglichkeiten, sich mit Sparringpartner zu profilieren und entsprechende Benchmarks zu entwickeln. Im Silicon Valley seien Gründer so stark selbst ein Teil des Ökosystems, dass sie hier das erste Mal in die Lage versetzt werden, den eigenen Markt so richtig tief zu durchdringen. Es reiche nicht, eine Fünf-Millionen-Firma in fünf Jahren aus dem Boden zu stampfen und sich mit einem Marktanteil von einem halben Prozentpunkt zufriedenzugeben. Hier werde man gezwungen, größer und schneller zu denken und mehr zu wagen. Eine sinnvolle Marktdefinition lerne man das erste Mal hier und nicht in Deutschland, wo man eher in seinen Markt und die ersten Kunden reinstolpert. Auch stellten Gründer schnell fest, dass sich hier schon andere Marktteilnehmer und ähnliche Start-ups um dasselbe Thema kümmern. In Deutschland haben viele Start-ups gute Idee, aber sie denken, dass sie damit ganz alleine sind. Dann überzeugen sie ihr Ökosystem von der Einzigartigkeit der Idee. Ganz im Gegensatz zum Silicon Valley, wo man nicht an Einzigartigkeit glaube, dafür aber an den großen Markt und das Denken im großen Maßstab und dass man möglichst schnell den Markt besetzen muss. „Deutsche Leadership-Angst, Technologieverliebtheit und fehlendes Benchmarking“ weiterlesen

Wie man sich auf einen Silicon-Valley-Besuch vorbereiten sollte

Bei europäischen Unternehmen und Behörden ist es gerade sehr en vogue ins Silicon Valley zu kommen um zu verstehen wie es funktioniert. Wie machen die hier bloß Innovation? Wie schaffen sie all diese Unternehmen? Und wieso kriegen wir das in Europa nicht so hin? Und diese Fragen sind gut so und wichtig, dass man sie stellt und zu erforschen sucht.

Eine Delegation umfasst dabei von einem kleinen Team einer handvoll Executives bis hin zu Delegationen mit mehreren dutzend Teilnehmern. Vom Minister abwärts bis hin zum Berater findet man alle Führungskräfte und Interessierte, die für einige Stunden bis zu eine ganzen Woche sich in der Bay Area tummeln und versuchen den Geist einzusaugen und konkrete Maßnahmen zu verstehen.

Jedes Monat bin ich dabei mehrmals mit Delegationen in Kontakt und habe dabei unterschiedliche Herangehensweisen bemerkt. Um einen Besuch wirklich erfolgreich zu machen, habe ich eine Reihe von Elementen identifiziert die den Besucher bewusst sein sollten um sich darauf entsprechend vorzubereiten und zu verhalten. „Wie man sich auf einen Silicon-Valley-Besuch vorbereiten sollte“ weiterlesen