Wie Marihuana und gleichgeschlechtliche Ehe das Innovationswachstum fördern

Im letzten Team in dem ich zuletzt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber SAP bis 2013 gearbeitet habe, hatten wir bei 13 Teammitgliedern 10 Nationalitäten und ebensoviele Sprachen. Was im ersten Moment wie eine Kakophonie an Charakteren und Ideen klingt, war genau so. Und extrem produktiv und innovativ.

Viel innovativer jedenfalls, als in anderen Gruppen, die rein aus Leuten aus demselben Land stammten. Auch wenn es wir manchmal mehr Zeit benötigten, um den richtigen Weg zu finden, die Ideen die solch ein diverses Team hervorbrachte waren viel weiter gestreut und die endgültige Lösung damit umso besser. Deshalb bin ich schon seit langem ein Verfechter von Diversität in Teams um Innovation und gute Zusammenarbeit zu fördern.

Besucher in Silicon Valley bemerken die Diversität bei den Treffen mit Unternehmensgründen, Risikokapitalgebern und Mitarbeitern. Und sie spiegelt sich in den Statistiken wider. Mehr als die Hälfte der Haushalte im Silicon Valley sprechen zuhause als primäre Sprache nicht Englisch.

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Wie ein Deutscher Immobilienfonds sich vom Silicon Valley inspirieren lässt

„Es gibt keinen Arbeitsauftrag. Fahren Sie ins Silicon Valley und berichten sie uns wie die Leute dort ticken.“ Das war die unübliche Ansage des Geschäftsführers eines in Köln basierten Immobilienfonds, die er seinen beiden Executives auf den Weg gab. Und auf den Weg begaben sie sich im Februar 2017, wo sie ein Monat im Innovationshauptquartier der Welt verbringen sollten.

Das Unternehmen mit knapp über 100 Mitarbeitern ist eine Fondsgesellschaft, die mehrere Milliarden Euro an Immobilienvermögen verwaltet.

„Ohne Arbeitsauftrag kann man nix falsch machen,“ dachten sich die beiden Gesandten und hörten noch den Wunsch ihres Geschäftsführers „… und bringen sie ein oder zwei Unicorns mit“ als sie bereits auf den Weg ins Silicon Valley waren.

Vorbereitung des Silicon Valley Besuches

Einer der Mitarbeiter, der schon ein Highschooljahr in den USA verbracht hatte und immer wieder seinen Urlaub dort verbringt, war sofort von der Aufgabe angetan. Mit Hilfe von ein paar Freunden und anderen Kontakten vor Ort konnten er und sein Kollege einen ersten Plan für den vierwöchigen Aufenthalt erstellen. Zuerst besuchten sie erste Anlaufstellen wie das Hanahaus, den German Accelerator oder den lokalen Innovation Hub The Hive des Axel-Springer-Verlags in Palo Alto.

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Ist sexuelle Belästigung im Silicon Valley gang und gäbe?

Nicht zuletzt mit dem Auffliegen von Hollywood-Producer Harvey Weinsteins Verhalten gegenüber Frauen in der Filmindustrie ist die Diskussion um sexuelle Belästigungen auch in Europa angekommen. Die #MeToo-Kampagne bei der Frauen öffentlich ihre eigenen Erfahrungen mit sexueller Belästigung durch Männer öffentlich machten, hat viele Männer überrascht. „Ich hatte ja keine Ahnung“ war nur eine von vielen Reaktionen.

Dabei hätten wir es wissen können. Wie oft wird in Männerrunden über körperliche Details von Frauen im Umfeld gesprochen, so als ob das Objekt käuflich erwerbbar und deshalb beurteilens- und begrapschenswert wäre. Das als harmlose „Duschgespräche“ oder „Boys will be boys“ abzutun ist falsch.

Ist sexuelle Belästigung im Silicon Valley vorherrschend?

Im Silicon Valley begann die Diskussion spätestens mit dem Fall der Venture Kapitalistin Ellen Pao, die bei Kleiner Perkins arbeitete. Sie verklagte die das Unternehmen, nachdem sie von einem Firmenpartner zu sexuellen Handlungen genötigt wurde, mit dem Versprechen, dass ihr das beruflich weiterhelfen werde. Als sie das zur Aufmerksamkeit des Unternehmen brachte, wurde sie entlassen. Den nachfolgenden drei Jahre dauernden Gerichtsfall verlor sie zwar, die Büchse war aber geöffnet. Newsweek brachte dazu eine Coverstory What Silicon Valley Thinks of Women die breiter darüber berichtete. „Ist sexuelle Belästigung im Silicon Valley gang und gäbe?“ weiterlesen

Amazon books: Die Evolution vom Online- zum Offline-Laden

Zuerst war die Website, doch nun kommen die Läden. Amazon hat sein erstes Buchgeschäft im Silicon Valley auf der Santana Row in San José eröffnet. Und das Konzept ähnelt einer Mischung aus Website mit Buchhandlung.

Zuerst mal gibt es viel weniger Leseangebot als man von üblichen Buchgeschäften gewohnt ist. Alle Bücher die käuflich erwerbbar sind, sind mit dem Cover voran zu sehen. Die Kategorien sind ein Gemisch aus üblichen, wie Sachbuch oder Kinderbücher von 4 bis 7 Jahren, aber die Auswahl nähert sich rasch der Website an. „Hoch bewertet mit 4,8 Sternen und mehr“ oder „Wenn dir das gefallen hat, dann…“. Auch eine Kategorie „Am häufigsten auf die Wunschliste gesetzt“ ist eine Kategorie.

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Clayton Christensens drei Arten von Innovation

In seinem mittlerweile als Innovationsbibel gehandelten Buch The Innovators Dilemma hat Harvard-Professor Clayton Christensen in den 1990er Jahren zum ersten Mal die Gründe analysiert, warum etablierte Unternehmen Innovationskraft verlieren und von Neueinsteigern überrumpelt werden. Tatsächlich stellte er fest, dass zwischen 50 und 80 Prozent der führenden Unternehmen einer Generation in der einer Disruption folgenden Generation nicht mehr unter den Top 10 Unternehmen sind.

Arbeitsplatzverluste in einer Wirtschaftskrise
Arbeitsplatzgewinne nach einer Wirtschaftskrise

Seine jüngsten Forschungen haben Clayton Christensens Fokus auf Wirtschaftskrisen und Arbeitsplatzverluste gebracht. Dabei studierte er die zehn vergangenen Wirtschaftskrisen beginnend beim Jahr 1948 bis zur letzten 2008 und wie lange es dauert bis die Wirtschaftskennzahlen und Beschäftigtenzahlen wieder auf dem Niveau vor der Krise sind. Die Arbeitsplatzverluste der sieben Wirtschaftskrisen von 1948 bis 1981 brauchten im Durchschnitt sechs Monate um wieder wett gemacht zu werden. Das heißt nach einem halben Jahr befanden sich die Beschäftigungszahlen wieder auf dem Niveau vor der Wirtschaftskrise.

Das änderte sich aber ab 1990. In dieser Wirtschaftskrise dauerte es 15 Monate um auf denselben Stand der Beschäftigung zurückzukehren. 2001 waren es dann schon 39 Monate. Und als er im Jahr 2013 den Vortrag hielt der im Video unten festgehalten ist, waren bereits fast 70 Monate seit dem Beginn der Wirtschaftskrise von 2008 vergangenen, ohne dass die Beschäftigtenzahlen den Vorkrisenstand erreicht hatten.

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Silicon Valleys Antikes Vibratormuseum

In einem Hinterzimmer eines Sexartikelgeschäfts liegt auf der Polk-Street in San Francisco ein Schatz an merkwürdigen Maschinen. Nicht unweit vom österreichischen Wirtshaus Leopold’s liegt Good Vibrations, das Silicon-Valley-Bewohnern ein Inbegriff ist, besteht das Leben doch aus mehr als nur Technologie und dem Eine-Delle-ins-Universum-machen.

Das ausreichend beleuchtet Hinterzimmer offenbart ein Sammlung an Vibratoren aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die weniger jugendgefährdend ist als gedacht, sind doch die meisten der Exponate für weniger lusterregende Körperstellen gedacht. Vom Haarmassierer zur Rückenmassagegerät sieht das meiste ziemlich harmlos aus, wären da nicht die abenteuerlich zumutenden Apparaturen und Designs. Man fragt sich ob nicht alleine der Anblick der Geräte zur Verspannung führte und diese erst die Verspannung hervorriefen?

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Apple Campus August Flyover [VIDEO]

Apple baut fleißig an seinem neuen Hauptquartier in Cupertino. Das massive UFO hat bereits ein Dach (das mit Solarzellen ausgestattet wird) und die Dimensionen sind gewaltig. 13.000 Mitarbeiter sollen einziehen Auch die Kosten: kolportierte 5 Miliarden Dollar kostet der Neubau, und Apple kann sich das leisten: Im Juni betrugen Apples Cashreserven 203(!) Milliarden Dollar

Über 9.000 Quadratmeter hat  alleine das Fitnesscenter, 28.000 qm wird das Forschungszentrum haben, und 7.000 Bäume werden den Campus umgeben. Anfang 2017 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Genug geredet, hier unten ist das Video.

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swissnex SF zieht auf den Pier 17

Die Schweizer Brückenorganisation swissnex San Francisco ist seit wenigen Tagen in einem neuen Gebäude, einer ehemaligen Lagerhalle am Pier 17 in San Francisco, gleich neben dem Kinder- und Touristenmagnet Exploratorium. Gleich nebenan im Vorderteil des langgestreckten Gebäudes befindet sich das ebenfalls neu eingezogene Schweizer Generalkonsulat.

Ich konnte einen ersten Besuch machen und wurde von der Niederösterreicherin Birgit Coleman empfangen, die mich herumführte. Noch ist alles recht chaotisch und nicht fertig eingerichtet, aber der großzügige und lichtdurchflutete Raum sieht sehr einladend aus. Mitten drinnen befinden sich zwei wie kleine Türmchen aussehende Konstrukte, die Besprechungsräume beherbergen und oben weitere Arbeitsplätze haben.  Neben den mit unbearbeiteten Pressspanplatten verkleideten Türmchen befinden sich Schreibtische, und dazwischen sogenannte Hot Desks, wo man einfach mal rein kann und sich einen Platz aussieht, wenn man die Schweizer Einrichtung besucht.

Die Art der Auslegung des Raums entspricht den in Co-Working- und Open-Innovation-Spaces üblichen, wo die Mitarbeiter nahe im Großraumbüro sitzen und interagieren können. Brauchen sie mehr Ruhe oder müssen telefonieren, dann können sie sich in Besprechungszimmer und Telefonzimmer zurückziehen. Die Zusammenarbeit in den offenen Räumlichkeiten erfordert eine andere Etikette und Disziplin als wir es von kleinen Büroräumen gewohnt sind. Lautes Sprechen ist nicht, und man achte genau ob ein Mitarbeiter vertieft in die Arbeit und somit ‚in der Zone‚ ist, oder einfach ansprechbar.

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